Tatort Namibia - Film und Diskussion

Tatort Namibia - Film und Diskussion

Aufnahme der Veranstaltung am 31.08.2025 Entschuldigt die Tonqualität von Minute 47-52. Hier hat sich ein technischer Fehler eingeschlichen. Die Qualität wird direkt darauffolgend wieder besser. Für viele ist der Sonntagabend mit dem Tatort fest verknüpft: Krimi, Spannung – und am Ende oft eine Auflösung. Während der Tatort im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Sommerpause ist, möchten wir auf einen realen, ungelösten Tatort blicken: Shark Island in Namibia. Dort errichtete die deutsche Kolonialmacht ein Konzentrationslager – im Rahmen eines Vernichtungskriegs, der heute als erster Genozid des 20. Jahrhunderts gilt. Tausende Nama und Ovaherero wurden dort ermordet, bevor das Lager 1907 schloss. Bis heute – 2025 – hat Deutschland diesen Genozid nicht vollständig anerkannt. Während deutsche Tourist:innen auf Shark Island campen, ruhen dort unter der Erde weiterhin hunderte unbestattete Gebeine. Zugleich droht ein neues Megaprojekt den Ort der Erinnerung zu vernichten – mit dem Ziel, die deutsche Wirtschaft mit grünem Wasserstoff zu versorgen. Wir zeigen den Film „Shark Island“, mit dem das Forschungskollektiv Forensic Architecture die koloniale Gewaltlandschaft in einer eindrucksvollen politischen Ästhetik zum Leben erweckt. Im Anschluss sprechen wir mit Sima Luipert (Nama Traditional Leaders Association) und Mark Mushiva (Forensic Architecture/Forensis) über den andauernden Kampf für Gerechtigkeit zwischen Namibia und Deutschland. Das Gespräch moderiert Melika Foroutan, die neue Kommissarin des Frankfurter Tatort-Teams. Veranstaltung mit @forensicarchitecture1967 and Forensis. Link zur Forensic Arcitecture Recherche zu Shark Island: https://forensic-architecture.org/investigation/shark-island Mehr Videos von Forensic Architecture zu deutschen Kolonialverbrechen in Namibia: https://www.medico.de/erased-memories 00:00 Einführung 05:25 Film 41:32 Diskussion