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AAKIMO2 - Toroxal suuf
TEIL 1: Buschbrände
Buschbrände bedrohen jedes Jahr die Wälder, Dörfer und teilweise auch die Viehherden. Die Ursachen sind vielfältig: achtlos weggeworfene Zigaretten, schlecht kontrollierte Brandrodungen, Wilderei und weitere menschliche Aktivitäten. Die Folgen sind gravierend: Flora und Fauna verarmen, natürliche Ressourcen schwinden und Lebensräume verschwinden.
Wissenschaftliche Studien zeigen, wie entscheidend Wälder für das lokale Klima sind. Dichte Waldflächen ab etwa 25 km² erhöhen die Niederschlagsmenge um mehr als 60 %. Wenn Wälder zerstört werden, steigen die Temperaturen um über 10 °C und Werte von bis zu 50 °C sind möglich. Das wirkt sich dramatisch auf Landwirtschaft, Lebensqualität und Wasserkreisläufe aus.
Auch die Viehwirtschaft leidet: Tiere finden in der Trockenzeit weniger „Luftweide“ – jene Blätter, die Hirten üblicherweise aus den Baumkronen schneiden. Mit dem Rückgang der Bäume bricht diese wichtige Futterquelle weg. Gleichzeitig sinkt die Biodiversität, die Kohlenstoffbindung nimmt ab, und ehemals fruchtbare Regionen verwandeln sich rasch in Halbwüsten oder Wüsten.
Um verheerende Großbrände zu verhindern, setzen die Wasser- und Forstbehörden auf kontrollierte Frühbrandrodungen – ein Präventionsinstrument, das jedoch immer wieder kontrovers diskutiert wird.
Interviews:
Mitarbeiter der Wasser- und Forstbehörden von Sédhiou, Dorfbewohner sowie Dr. Cheikh Mbow (Direktor des CSE, Dakar) liefern fachkundige Einblicke und Stimmen aus dem Alltag.
TEIL 2: Überweidung
Vor allem im Norden und Osten Senegals stehen die Ökosysteme durch Überweidung unter massivem Druck. Die natürlichen Ressourcen können sich kaum noch regenerieren. Tiefbrunnen, die für das Leben in den Dörfern unverzichtbar sind, verstärken die Problematik: Sie schaffen künstliche Voraussetzungen, sodass Herden unnatürlich groß werden können.
Rund um Wasserstellen konzentrieren sich Rinder- und Schafherden, wodurch Böden geschädigt und Vegetation übernutzt werden. Fortschritte in der Tiermedizin verbessern zusätzlich das Überleben der Tiere – ein Gewinn für die Viehhalter, doch auch ein Belastungsfaktor für die Natur. Was einst ein stabiles Gleichgewicht zwischen Landschaft und einer begrenzten Anzahl von Wiederkäuern war, gerät zunehmend aus der Balance.
Diese Entwicklung führt nicht nur zu ökologischer Degradation. Sie erzeugt auch soziale Spannungen zwischen sesshaften Bauern und nomadischen Hirten - Konflikte, die in einigen Regionen zunehmen. Der Trockenwald und die baumbestandene Savanne verschwinden langsam und weichen einer zunehmend degradierten Sahelzone.
Interviews:
Lokale Bevölkerung, Dr. Tamsir Mbaye (Direktor des Zentrums für Forstforschung, ISRA) als Experte für Geografie sowie Dr. Imam Thiam, Präsident der Tierärztekammer.
