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Wie Wahlen gewonnen werden: Mitte-links-Erfolge in Europa und Nordamerika
Studienvorstellung und Paneldiskussion
Demokratien stehen weltweit unter Druck. Autoritäre Kräfte gewinnen an Einfluss, politische Polarisierung nimmt zu und zugleich verändern sich die Bedingungen erfolgreicher Wahlkämpfe aktuell grundlegend. Wie können demokratische, progressive Parteien unter diesen Voraussetzungen Wahlen gewinnen und dabei die liberale Demokratie verteidigen?
Diesen Fragen widmet sich unsere neue Studie „Wie Wahlen gewonnen werden – Eine vergleichende Analyse von Mitte-links-Erfolgen in Europa und Nordamerika", die am 8. Juli 2026 erscheint.
Anhand von sieben Wahlkämpfen in Europa und Nordamerika (u. a. New York City, Kanada, UK, die Niederlande und Kopenhagen) untersucht sie, welche strategischen, personellen und kommunikativen Entscheidungen Mitte-links-Parteien in der jüngsten Vergangenheit zum Erfolg geführt haben. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Trotz politischer, gesellschaftlicher und institutioneller Unterschiede lassen sich gemeinsame Muster erkennen. So konnten viele der erfolgreichen Mitte-links-Akteur*innen glaubhafte Erneuerung ausstrahlen, sich nicht nur von politischen Mitbewerber*innen, sondern zum Teil auch vom politischen Establishment abgrenzen und zentrale Kernforderungen in den Vordergrund stellen, etwa konkrete Antworten auf steigende Lebenshaltungskosten. Gerade „Affordability“, also die Bezahlbarkeit von Lebens-, Energie- und Wohnkosten, war in fast allen untersuchten Wahlkämpfen ein zentrales Thema.
Gemeinsam mit geladenen Expert*innen wollen wir diese Ergebnisse diskutieren und der Frage nachgehen, was progressive demokratische Kräfte aus aktuellen Wahlerfolgen lernen können.
Im Anschluss an die Vorstellung der Studie diskutieren:
- Dr. Fabio Ellger, Autor der Studie, WZB Berlin
- Alexandra Geese, Mitglied des Europäischen Parlaments, Die Grünen/EFA
- Joshua Yaffa, Writer-in-Residence am Bard College Berlin und Autor für "The New Yorker"
Moderation: Prof. Dr. Sebastian Bukow, Heinrich-Böll-Stiftung & Universität Trier
Autoreninfo:
Dr. Fabio Ellger forscht am Wissenschaftszentrum Berlin in der Forschungsgruppe „Transformationen der Demokratie“ (Leitung: Daniel Ziblatt). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die vergleichende Politikwissenschaft und die politische Verhaltensforschung, insbesondere Herausforderungen für moderne Demokratien, demokratische Repräsentation, Partizipation und Wählermobilisierung.
Dr. Sebastian Bukow ist nebenberuflich Professor für Politikwissenschaft an der Universität Trier und verantwortet hauptberuflich das Themenfeld Politik- und Parteienforschung in der Heinrich-Böll-Stiftung. Seine Forschungsschwerpunkte sind aktuelle Entwicklungen der Innenpolitik, insbesondere Parteien und Parteienwettbewerb, Fragen der repräsentativen Demokratie sowie politische Kommunikation.
