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Weltbank & Co: Energiewende und Menschenrechte in Asien
Die Rolle von Entwicklungsbanken
Der Krieg im Iran hat, ebenso wie zuvor die russische Invasion in der Ukraine, die Folgen der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen offenbart: steigende Energiekosten, Versorgungsengpässe und unterbrochene Lieferketten. Am stärksten betroffen sind Schwellen- und Entwicklungsländer. Umso dringlicher ist ein Kurswechsel hin zu einer Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe.
Die Weltbank, die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) und die Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank (AIIB) investieren öffentliche Gelder ihrer Mitgliedstaaten, um globale Armut zu bekämpfen (Weltbank/ADB) und nachhaltige Entwicklung sowie Wohlstand zu fördern (AIIB). Jedoch konnte auf der Frühlingsjahrestagung der Weltbank in Washington, D.C. im April dieses Jahres keine Mehrheit für die Fortführung des Climate Change Action Plan (CCAP) erreicht werden – nun läuft der Plan aus. Alle drei Banken setzen ihre Finanzierung fossiler Brennstoffe fort und könnten diese sogar ausbauen. Noch schlimmer: Die Weltbank und die ADB haben zudem die Tür für die Finanzierung von Atomenergie geöffnet.
Deutschland ist viertgrößter Anteilseigner der Weltbank und der AIIB und somit ein wichtiger Entscheidungsträger für die Politik dieser Entwicklungsbanken.
Die Podiumsdiskussion bringt Umweltfachleute und Aktivist:innen aus Indien, Bangladesch und Indonesien mit politischen Entscheidungsträger*innen aus Deutschland zusammen. Gemeinsam diskutieren sie praktische Erfahrungen mit Energieprojekten, die von Entwicklungsbanken in ihren Ländern finanziert werden, sowie die Rolle der Anteilseigner*innen bei den politischen und finanziellen Entscheidungen dieser Institutionen.
Programm:
Grußwort
- Jost Pachaly, Referatsleitung Asien
- Nora Sausmikat, Urgewald
Podiumsdiskussion
- Vidya Dinker, CEO Growthwatch, Indien
- Hasan Mehedi, CEO Coastal Livelihood and Environmental Action Network (CLEAN)
- Jürgen Zattler, ehemaliger Exekutivdirektor bei der Weltbank und Generaldirektor beim BMZ, Fellow am Center for Global Development und IDOS
- Dr. Nina Scheer, Mitglied des Deutschen Bundestages, Energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion
