Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung

Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung

Mit der Autorin Tanja Dückers Die Literatur war vom ersten Augenblick an das verbindende Element zwischen Annemarie Cech und ihrem späteren Ehemann Heinrich Böll. Bereits während des Zweiten Weltkriegs schufen sie in ihrem Briefwechsel einen ersten gemeinsamen literarischen Denkraum. Nach dem Krieg beschloss das Ehepaar Böll, Literatur zum Beruf zu machen: Heinrich Böll als Autor und Annemarie Böll als Übersetzerin. Während der Fokus in der öffentlichen und wissenschaftlichen Wahrnehmung meist auf das Leben und Werk des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll gerichtet ist, wird der Arbeit der Lektorin und Übersetzerin Annemarie Böll kaum Aufmerksamkeit entgegengebracht. Annemarie Böll war die erste Lektorin der Werke ihres Mannes und als Anglistin übersetzte sie über 70 Werke englischsprachiger Autor*innen wie zum Beispiel J.D. Salinger, Bernhard Shaw und Judith Kerr ins Deutsche. Ihr Leben neben dem Rampenlicht, das fast ein Jahrhundert, zwei Weltkriege und vier politische Systeme umspannte, ist in dem neuen Buch der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers neu zu entdecken. Buchvorstellung und Lesung mit Tanja Dückers, Schriftstellerin und Journalistin. Mit anschließendem Gespräch mit Markus Schäfer und Maria Birger, Referent*innen der Heinrich Böll Stiftung Berlin über das Leben und Wirken von Annemarie Böll.