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Umbau statt Abriss - Europas Gebäudebestand als Ressource
Europas Gebäudebestand als Ressource in Wohnungsfrage, Klimakrise und wirtschaftlichem Wandel
Europa befindet sich gleichzeitig in einer Wohnungs- und Klimakrise und steht wirtschaftlich unter Druck. Und dennoch wird jede Minute irgendwo in Europa ein Gebäude abgerissen. Nicht, weil es unbewohnbar wäre, sondern weil die bestehenden Rahmenbedingungen Abriss und Neubau oft profitabler machen als Umbau und Weiterentwicklung.
Die Folgen sind gravierend und betreffen uns alle:
- 36 % der europäischen CO₂-Emissionen stammen aus dem Gebäudesektor – er ist damit der größte Emittent.
- 38 % aller Abfälle entstehen in der Bauwirtschaft – sie ist der größte Abfallverursacher.
- 68 % globaler realer Vermögenswerte entfallen auf Immobilien – sie sind damit die größte Anlageklasse.
Gleichzeitig gilt der Renovierungsmarkt als einer der größten Wachstumsbereiche der kommenden Jahre. Die Transformation des Bestands ist somit nicht nur ökologische Notwendigkeit, sondern auch wirtschaftliche Chance.
Gemeinsam mit unseren Gästen möchten wir diskutieren, wie Umnutzung, Renovierung und das Weiterbauen bestehender Gebäude nicht nur möglich, sondern ein zentraler Hebel für bezahlbaren Wohnraum, für Klimaschutz und für eine zukunftsfähige Bauwirtschaft sein können. Wir wollen der Frage nachgehen und von Europa lernen, welche Potenziale im Gebäudebestand liegen, welche Rahmenbedingungen für deren Realisierung notwendig sind und wie politischer Wille für diesen Wandel mobilisiert werden kann.
Programm
Impuls: Olaf Grawert, Co-Initiator, HouseEurope!
Paneldiskussion mit:
- Rasmus Andresen, Mitglied des Europäischen Parlaments, Grüne/EFA
- Katalin Gennburg, Mitglied des Deutschen Bundestags, Die Linke
- Ruth Schagemann, Geschäftsführerin Büro Brüssel, Bundesarchitektenkammer
- Wibke Werner, Geschäftsführerin, Berliner Mieterverein e.V.
Fragerunde mit dem Publikum
